Handel

Frechheit: „Miniangebot mit Wegnahmeoption“

Arbeitgeberangebot Groß- und Außenhandel Bayern

Frechheit: „Miniangebot mit Wegnahmeoption“

Arbeitgeberangebot in der zweiten Verhandlung:

  • Laufzeit 2 Jahre!
  • Für drei Nullmonate 100 Euro!!
  • Erhöhung der Entgelte ab 01.07.2017 um 1,5 %, ab 01.04.2018 um weitere 1,1 %!!!
  • Anhebung der Ausbildungsvergütung 2017 um 40 Euro oder 2 %, in 2018 um 20 Euro oder 1,5 %


Öffnungsklausel: Aus wirtschaftlichen Gründen kann von der Erhöhung abgewichen werden!!!!

Was bedeutet das (Mini-) Angebot?
Am Beispiel der Entgeltgruppe Q/B W2:
Die Erhöhung in 2017 beträgt: 31,- Euro im Monat, oder 0,19 Euro pro Stunde! Die Preissteigerungsrate liegt bei 1,9 %, nur um diese auszugleichen bräuchte man in der QB/W2 eine Erhöhung um: 39,- Euro.
Ergebnis: Man hat weniger zum Leben. Nimmt man die Produktivitätssteigerung und einen Anteil an der Gewinnentwicklung im Großhandel dazu, fehlt noch mehr.

Die weitere Frechheit ist: Für den Arbeitgeber besteht die Möglichkeit, die 31,- Euro ganz oder teilweise zu streichen.

Mit unserer Forderung einer Anhebung um 110 Euro und eine Erhöhung der W-Stufen auf 75 Euro erhöht sich dagegen das Entgelt in der QB/W2 deutlich
Drei Monate liegen zwischen unserem Forderungsbeschluss im Februar 2017 und dem ersten Angebot der Arbeitgeber.
Drei Monate müssen sich die Arbeitgeber beraten um ein Niedrigangebot zu geben. Das ist die Wertschätzung …

Keine drei Monate brauchen wir für unsere Antwort:
Am 19.06.2017 findet die nächste Verhandlungsrunde statt.

 

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