Handel

Streiks bei Amazon in Graben werden unermüdlich fortgesetzt

Tarifverträge schützen vor Altersarmut

Streiks bei Amazon in Graben werden unermüdlich fortgesetzt

Im Kampf um existenzsichernde Arbeitsbedingungen und gegen die drohende Altersarmut durch Tarifverträge bei Amazon, wurden die Beschäftigten am Amazon Standort in Graben bei Augsburg am Montag, den 15.5.2017 mit der Frühschicht erneut zum Streik aufgerufen. Gerade im Kampf um gute und gesunde Arbeit sind diese existenzsichernden Tarifverträge ein zentraler Schritt.

„Die Beschäftigten bei Amazon leisten Tag ein Tag aus hervorragende Arbeit. Der Amazon Gründer Jeff Bezos ist laut Forbes Liste mittlerweile der drittreichste Mensch der Welt. Dennoch verwehrt Amazon den Beschäftigten in Deutschland existenzsicherende Tarifverträge. Daher haben die Kolleginnen und Kollegen in Graben am Montag wieder auf sich aufmerksam gemacht, dass es nur mehr als gerecht ist, ein Stück vom Amazon-Erfolg auch im eigenen Geldbeutel zu spüren“, erklärte Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter in Graben.

„Neben den monetären Aspekten sind Tarifverträge auch ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung für die Kolleginnen und Kollegen“, so Gürlebeck weiter.

„Der Kampf um existenzsichernde Tarifverträge bei Amazon hat nicht nur elementare Bedeutung für die Beschäftigten bei Amazon selbst, sondern für den gesamten Einzelhandel. Wenn transnationale Konzerne sich Wettbewerbsvorteile auf dem Rücken der Beschäftigten verschaffen, heizt dies den ruinösen Verdrängungswettbewerb im Handel noch weiter an“, so Hubert Thiermeyer, Leiter in ver.di für den Handel in Bayern.

„Amazon diktiert momentan einseitig die Löhne, überwacht die Beschäftigten und setzt sie gesundheitsschädlichem Leistungsdruck aus. Viele Kunden und Beschäftigte akzeptieren dies auf Dauer nicht“, erklärte Hubert Thiermeyer.

Ansprechpartner:
Thomas Gürlebeck, Gewerkschaftssekretär FB Handel, Bezirk Augsburg
Hubert Thiermeyer, ver.di Leiter Handel Bayern

www.handel.bayern.verdi.de