Handel

Amazon Beschäftigte kämpfen weiter für existenzsichernde Tarifverträge

Kurz vor Weihnachten nochmal ein deutliches Zeichen gesetzt!

Amazon Beschäftigte kämpfen weiter für existenzsichernde Tarifverträge

Im Kampf um existenzsichernde Arbeitsbedingungen und gegen die drohende Altersarmut durch Tarifverträge bei Amazon, wurden die Beschäftigten am Amazon Standort in Graben bei Augsburg am Donnerstag, den 21.12.2017 mit Beginn der Nachtschicht erneut zum Streik aufgerufen. Seit mehr als vier Jahren kämpfen die Beschäftigten unermüdlich für ihre tarifliche Existenzsicherung.

„Wesentlich den Beschäftigten bei Amazon hat es der Firmengründer Jeff Bezos zu verdanken, dass er mittlerweile der reichste Mensch der Welt ist. Auf 100 Milliarden Dollar wird das Vermögen des Firmengründers geschätzt. Aber genau diejenigen, die maßgeblich dazu beigetragen haben, sollen nicht nur zu Weihnachten, sondern auch später im Alter leer
ausgehen.“, erklärte Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter in Graben. „Wer am Tag über 100 Millionen Dollar verdient, könnte seinen Beschäftigten ein schönes Geschenk machen. Ein tarifliches Einkommen, das nicht nur für das tägliche Leben ausreicht, sondern auch im Alter eine gute Rente garantiert. Aber solange nach Gutsherrenart entschieden wird, was
angeblich das Beste für die Beschäftigten ist, werden wir weiter für die tarifliche Existenzsicherung kämpfen,“ so Gürlebeck weiter.

„Weihnachten ist nicht nur für Amazon wichtig. Auch für die Beschäftigten und ihre Familien ist Weihnachten ein kurzer Zeitraum der Erholung und Besinnung. Allerdings ist Weihnachtsgeld für die meisten Beschäftigten nicht zum Geschenke kaufen da, sondern sie brauchen es für lange aufgeschobene Zahlungen wie Brille, Zahnarzt oder Versicherungen.

Deshalb wäre tariflich abgesichertes Weihnachtsgeld auch für die Amazonbeschäftigten so wichtig. Und für den hervorragenden Job, den sie tagtäglich machen, auch mehr als verdient“, erklärte Thomas Gürlebeck, ver.di Streikleiter in Graben.

„Die Beschäftigten bei Amazon kämpfen aber nicht nur für ihre tarifliche Existenzsicherung, sondern ihr Kampf hat Signalwirkung auf alle Beschäftigten im Einzelhandel und darüber hinaus. Geht es doch um die Frage, ob transnationale Konzerne sich sozialstaatlicher Regelungen entziehen können und der eh schon gnadenlose Verdrängungswettbewerb im Handel noch weiter auf dem Rücken der Beschäftigten angeheizt wird“, so Hubert Thiermeyer, Leiter in ver.di für den Handel in Bayern.

 

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