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Unsere Alternative: Solidarität

ver.di-Positionen und die AfD

Unsere Alternative: Solidarität

Populisten haben weltweit Hochkonjunktur. In Deutschland versteht sich die AfD als Partei für die Abgehängten dieser Gesellschaft. Vermeintlich oder tatsächlich Zukurzgekommene sollen die Schuld für ihre missliche Lage beim »Establishment« suchen und nicht merken, dass sie mit der Politik der AfD noch schlechter dran wären.

Wenn Gewerkschaftsmitglieder überproportional häufig AfD wählen, läuft etwas schief. Als Gewerkschaft sind wir zwar parteipolitisch neutral, aber unpolitisch sind wir nicht. Wir vertreten die Interessen unserer Mitglieder. Wählt ein Teil dieser Mitglieder Parteien, die ganz offensichtlich Arbeitsrechte, die Mitbestimmung oder gleich den ganzen Sozialstaat in Frage stellen, müssen wir handeln. Nicht indem wir jemanden ausgrenzen oder gar an den Pranger stellen, sondern durch Information, Aufklärung und Diskussion.
Zu diesem Zweck hat eine Arbeitsgruppe des ver.di-Landesbezirks Bayern die Broschüre „Unsere Alternative: Solidarität – ver.di-Positionen und die AfD“ erarbeitet. Sie soll bei der Auseinandersetzung mit rechtspopulistischen Positionen in ver.di und in der Gesellschaft helfen. Es ist zuletzt schwieriger geworden, die AfD zu »stellen«. Seit sie gemerkt hat, dass ihre Positionen zum Teil nicht salonfähig sind, verfasst sie weichgespülte Programme, gut zu sehen am Bundestagswahlprogramm 2017. Das hindert AfD-Funktionäre allerdings nicht an markigen Sprüchen. Und an denen erkennt man eben doch: Im Kern ist diese Partei arbeitnehmerfeindlich und rassistisch – und deshalb für Gewerkschafter keine Alternative.

Selbstverständnis der ver.di
Entstanden als Selbsthilfe-, Bildungs- und Kampforganisation im Konflikt von Lohnarbeit und Kapital engagieren sich die Gewerkschaften für menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen, materielle Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe. Um diese Ziele zu erreichen, handeln wir solidarisch und entfalten dadurch Gegen- und Gestaltungsmacht zugleich.
Gemeinsam stellen wir der Macht der Arbeitgeber die Macht der in ver.di organisierten Menschen gegenüber. In Tarifverträgen regelt ver.di die Lohn- und Arbeitsbedingungen in den jeweiligen Branchen, meist auf dem Weg über Verhandlungen und wenn nötig auch über Arbeitskampf und Streik.
ver.di nimmt Einfluss auf den Staat, die Gesetzgebung und die Rechtsprechung …
ver.di bringt die Menschenwürde in der Arbeit zur Geltung und trägt dazu bei, die allgemeinen Menschenrechte zu verwirklichen.
Wir wollen Staat, Wirtschaft und Gesellschaft demokratisieren und setzen uns für gleiche Teilhabemöglichkeiten von Frauen und Männern ein. Wir kämpfen gegen jede Form von Ausbeutung, Unterdrückung, Diskriminierung und Rassismus.
Unsere Werte Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und Solidarität leiten unser Handeln. Sie sind unverzichtbar für eine menschenwürdige Gesellschaft und einen demokratischen Staat. Darin setzt ver.di die Tradition der deutschen und internationalen Gewerkschaftsbewegung fort.
aus der ver.di-Grundsatzerklärung vom 18. März 2010

Zum PDF-Download: die Broschüre „Unsere Alternative: Solidarität – ver.di-Positionen und die AfD

 

Auch zur Argumentation empfehlenswert: Afd-Karten 2auf1
Hier werden kurz und knapp in 27 Punkten AfD- und ver.di-Positionen gegenübergestellt - zum PDF-Download