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Großartige Beteiligung bei 3. Warnstreikwelle – 8.000 Streikende …

Tarifrunde öffentlicher Dienst

Großartige Beteiligung bei 3. Warnstreikwelle – 8.000 Streikende in München – 750 aus Augsburg

Die Verhandlungen in der Tarifrunde ÖD sind zwischenzeitlich mit einem Verhandlungsergebnis beendet. In dieser Ausgabe der ver.di kompakt wollen wir trotzdem noch einen kleinen Rückblick auf zwei Tarifaktionen im Rahmen der Tarifrunde werfen und dabei besonders die entscheidende Warnstreikwelle am 10. und 12. April.

Für den 10. April hatte die Landesarbeitskampfleitung zum zentralen südbayerischen Warnstreiktag in München gerufen, der Fortgang der Verhandlungen in der kommenden Woche war zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar. In zwei Verhandlungsrunden hatte die Arbeitgeberseite keinerlei Angebot abgegeben und auch nach den ersten Warnstreikwellen vor den Osterferien waren keinerlei Signale erkennbar, dass am 15. und 16. April der Durchbruch gelingen könnte. Die starke Beteiligung der Augsburger Streikenden an der Veranstaltung auf dem Münchener Marienplatz überrascht daher nur auf den ersten Blick. Mit 17 Bussen und 750 Teilnehmenden waren Streikende aus den Augsburger Streikbetrieben aufgebrochen um ein klares Signal an die Arbeitgeberseite zu setzen.

Dieses Signal war in der Münchener Innenstadt nicht überhörbar. Lautstark machte der längste „Demozug von Streikenden, den München jemals gesehen hatte“ (so ver.di München in der abschließenden Presseerklärung) bei ihrem Weg von der Arnulfstraße bis zur zentralen Kundgebung am Münchener Marienplatz auf sich aufmerksam. Die Augsburger Kolleginnen und Kollegen fielen dabei durch lautstarke Tröten in dem bunt gemischten Demozug auf.

Wenige Tage später haben die Fachbereiche Gemeinden und Ver- und Entsorgung des ver.di Bezirk Augsburg in Kooperation mit den Kollegen aus dem ver.di Bezirk Ulm/Ostwürttemberg die bis dato größten Warnstreiks bei der Stadt Neu-Ulm durchgeführt. Durch die großartige Vorbereitung unserer Aktiven vor Ort konnten insgesamt 120 Streikende auf dem Demozug von der Neu-Ulmer in die Ulmer Innenstadt durch die Kollegin Aline Gottschalk gezählt werden.

Die Beteiligung an der Veranstaltung in Ulm aber auch der logistische Aufwand, 17 Busse aus dem ver.di Bezirk abfahren zu lassen, dabei alleine 16 Busse aus dem Stadtgebiet, die von dezentralen Standorten starteten, hat sich gelohnt. „Wir haben mit der starken Beteiligung aus dem ver.di Bezirk Augsburg bei den Kundgebungen in München und Ulm gezeigt, dass die Tarifrunde in den Betrieben starken Rückhalt hatte. Mit der flächendeckenden Beteiligung in allen Bereichen des öffentlichen Dienstes ist es uns bundesweit gelungen, die Arbeitgeber noch einmal in die entscheidende Richtung zu bewegen“, ist sich Florian Böhme, der die Tarifrunde öffentliche Dienste im ver.di Bezirk Augsburg koordinierte, sicher.

www.mitgliedwerden.verdi.de

Bilder von den Demonstrationszügen und der Kundgebung in der Münchner Innenstadt am Dienstag, 10. April 2018: