Gemeinden

Augsburg-Zulage – was ist das?

Große Unterschriftenaktion für die „Augsburg-Zulage“

Augsburg-Zulage – was ist das?

Auf der ver.di Bezirkskonferenz im letzten Jahr wurde von den Delegierten beschlossen, für die Beschäftigten und Auszubildenden des öffentlichen Dienstes in Augsburg eine Zulage zu fordern. Betroffen sind die Betriebe Stadt Augsburg, Staatstheater, Uniklinikum und Stadtwerke. Auf den Aktivenkonferenzen im Juli und Oktober 2019 wurde von den anwesenden ver.di-Mitgliedern beschlossen, diese Zulage mit einer Höhe von 300 Euro und einem kostenlosen ÖPNV Ticket zu beziffern; außerdem wurde ein Kampagnenrat gegründet, um die gemeinsame Arbeit aller Betriebe für die Umsetzung die Forderungen zu koordinieren.

Warum ist die Zulage nötig?
Letztendlich ist es jedem/r von Euch bereits bewusst: das Leben in Augsburg ist teurer geworden :-(
Augsburg verzeichnet ein Wachstum der Bevölkerung, demgegenüber steht ein eklatanter Rückgang des sozialen Wohnungsbaus. Die Nähe zu München und die dortige Mietpreisentwicklung trägt zusätzlich zu einem Anstieg der Miet- und Immobilienpreise bei, so dass wir im Januar 2019 einen Mangel von 20.500 bezahlbaren Wohnungen zu verzeichnen haben. Der Quadratmeterpreis für Mieten in Augsburg ist seit 2014 um 27% gestiegen, über ein Drittel der Augsburger/innen wendet demnach 30% seines Einkommens nur für die Miete auf. Die Erhöhung der Einkommen im einfachen und mittleren öffentlichen Dienst sind im gleichen Zeitraum nur 8-9% gestiegen.

Deshalb fordern wir eine Augsburg-Zulage für Beschäftigte und Auszubildende in Höhe von
300 Euro/monatlich und zusätzlich kostenlose ÖPNV Tickets

Freiwillig werden die Arbeitgeber den Forderungen nicht nachkommen. Derzeit gibt es keinen Tarifvertrag dazu. Wir müssen die Arbeitgeber folglich zu Tarifverhandlungen aufrufen. Wenn Ihr die Augsburg-Zulage wollt, brauchen wir Euch, um den Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zu bringen.

Zwar können wir für die Augsburg-Zulage nicht streiken, doch gibt es jede Menge andere Möglichkeiten, wie wir den Arbeitgeber an den Verhandlungstisch bringen können. Als nächsten Schritt werden wir Unterschriften sammeln. Dafür brauchen wir Euch:

  1. als aktive Beteiligte und Betroffene, die sich bei Aktionen zur Durchsetzung mit einbringen und beteiligen,
  2. als ver.di Mitglied im Betrieb, denn je mehr wir sind, desto besser können wir unsere Forderungen durchsetzen!

Und – weil das wohl nicht allen bekannt ist: Gewerkschaften können nur für ihre Mitglieder verhandeln und abschließen.

Schließt Euch uns an, kämpft mit uns zusammen für ein finanzierbares Leben in unserer wunderbaren Stadt

Euer ver.di-Kampagnenrat Augsburg-Zulage

mit Erdem Altinisik, Aline Gottschalk, Stefan Jagel, Florian Böhme, Lisa Wiedenmann, Maren Ulbrich und Rudi Kleiber

Fachbereich 7: Gemeinden

Erzieherinnen, Sozialarbeiter und Friedhofsgärtner, Feuerwehrleute, Schulhausmeister und Schulsekretärinnen – ihre Interessen vertritt der Fachbereich Gemeinden, und nicht nur ihre.

Zu diesem Fachbereich des öffentlichen Dienstes gehören die Beschäftigten der Allgemeinen Kommunalverwaltungen, der Einrichtungen der Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe, der Schulen, der Feuerwehr sowie der Fachgruppen Gartenbau, Friedhöfe, Forsten und eGovernment, Neue Medien. Auch Beamtinnen und Beamte organisieren sich hier. In einem aktuellen Projekt hat ver.di gemeinsam mit Betriebs- und Personalräten die betriebliche Weiterbildung unter die Lupe genommen und untersucht, welchen Nutzen tarifvertraglich geregelte Qualifizierungsmaßnahmen haben.