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Pflegekräfte endlich gleich behandeln

Verhandlungen über die Einrechnung von Pausen bei Wechselschicht

Pflegekräfte endlich gleich behandeln

Wir erwarten von den Arbeitgebern schnelle Einigung über bessere Bedingungen! Pflegekräfte endlich gleich behandeln
Verhandlungen über die Einrechnung von Pausen bei Wechselschicht in die Arbeitszeit finden am 24. Juni statt

Die Pausen bei Wechselschicht in Arbeitszeit einzurechnen, bedeutet 2,5 Stunden kürzere Arbeitszeit.

Mit der Tarifeinigung vom April 2018 haben sich die kommunalen Arbeitgeber zu Verhandlungen über folgende Themen verpflichtet:

  • Einrechnung der Pausen in die Arbeitszeit bei Wechselschicht (§ 48 Abs. 1 BT-K)
  • Erhöhung des Zeitzuschlags für Samstagsarbeit auf 20 Prozent (§ 50 Buchst. B BT-K)

Losgehen sollte es mit der Veröffentlichung der Gesetzesänderungen zur Krankenhausfinanzierung. Denn nun werden den Krankenhäusern zusätzliche Personalkosten in der Pflege durch die Krankenkassen voll refinanziert. Gleiches gilt für zusätzliche Stellen für die Pflege am Bett.

Das Pflegepersonalstärkungsgesetz (PpSG) ist veröffentlicht und seit Jahresbeginn in Kraft. Den Krankenhausträgern werden nicht nur die verbesserten Tarifentgelte ersetzt, auch Höhergruppierungen, zusätzliche Zulagen, Zeitzuschläge und bezahlte Pausen werden voll refinanziert, rückwirkend ab 2018! Dennoch hatten die Arbeitgeber keine Eile, die Verhandlungen aufzunehmen.

Die hochbelasteten Pflegekräfte im Krankenhaus brauchen endlich die gleiche Regelung wie Beschäftigte in anderen kommunalen Betrieben, die Wechselschicht arbeiten: Hier werden die Pausen in die Wechselschicht-Arbeitszeit eingerechnet. Diese Gleichbehandlung der Pflege wäre ein wirklich zukunftsweisender Erfolg, der auch Entlastung bringt: Die Einrechnung der Pausen entspricht einer Arbeitszeitverkürzung von 2,5 Stunden pro Woche in Vollzeit!

Im Pflegepersonalstärkungsgesetz stecken wichtige Erfolge, die die Beschäftigten durch zahlreiche betriebliche Aktionen und öffentliche Proteste durchgesetzt haben, unterstützt von ihrer Gewerkschaft ver.di. Jetzt
müssen wir dafür sorgen, dass die Pflege auch wirklich entlastet wird und zusätzliche Stellen besetzt werden können. Dafür müssen sich die Bedingungen verbessern. Der Beruf muss attraktiver, Arbeitsbedingungen verbessert werden. Dann bleiben die Beschäftigten in der Pflege, stocken ihre Arbeitszeit wieder auf oder können wieder für die Arbeit im Krankenhaus gewonnen werden.

Mit ver.di zusammen selbstbewusst die Interessen vertreten und bessere Bedingungen zu schaffen, ist allemal besser, als aus dem wunderbaren Beruf auszusteigen. Deshalb: mitgliedwerden.verdi.de

Es darf nicht mehrere Verhandlungsrunden geben, sondern wir erwarten eine schnelle Einigung! Die Arbeitgeber müssen jetzt zügig am Verhandlungstisch mit uns zu einem Ergebnis kommen, dafür wird es aus den Kliniken deutliche Zeichen geben. Am besten fragt ihr schon einmal euren Arbeitgeber: Wo bleibt meine bezahlte Pause?

 

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