Handel

Tarifverträge als Schutz vor Altersarmut

Amazon-Beschäftigte streikten vor Ostern!

Tarifverträge als Schutz vor Altersarmut

Graben bei Augsburg, 18.04.2019. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) rief die Beschäftigten am Standort Graben bei Augsburg am Gründonnerstag, 18.04.2019 mit der Frühschicht erneut zum Streik auf. Hintergrund ist, dass der Handelsgigant Amazon seinen Beschäftigten den Schutz von existenzsichernden Tarifverträgen weiterhin vorenthält.

„Ostern stand vor der Tür und wir auch, das war die Lösung für unsere Streikaktion am Gründonnerstag. Amazon muss begreifen, dass es beim Kampf um gesunde und existenzsichernde Arbeitsbedingungen solange keine Ruhe gibt, bis wir eine Mindestsicherung durch Tarifverträge erreicht haben“ so Sylwia Lech, Gewerkschaftssekretärin in ver.di für den Handel im Bezirk Augsburg.

„Gerade für die Beschäftigten bei Amazon sind geschützte existenzsichernde Mindestbedingungen, wie sie Tarifverträge bieten, elementar. Dies zeigen viele Beispiele aus anderen Konzernen. Das Amazon nach wie vor Tarifverhandlungen ablehnt, ist schon frech. Tarifvertragliche Leistungen sind ein wichtiger Schritt gegen die drohende Altersarmut“, erklärte Sylwia Lech, ver.di Streikleiterin in Graben.

„Amazon diktiert weiterhin einseitig die Löhne, überwacht akribisch die Beschäftigten und setzt sie gesundheitsschädlichem Leistungsdruck aus. Das ist keine angemessene Wertschätzung und Zukunftssicherung seinen Beschäftigten gegenüber“, ergänzt Sylwia Lech.

„Der Kampf um existenzsichernde Tarifverträge hat nicht nur elementare Bedeutung für die Beschäftigten bei Amazon selbst, sondern für den gesamten Handel. Wenn transnationale Konzerne sich Wettbewerbsvorteile auf dem Rücken der Beschäftigten verschaffen, heizt dies den ruinösen Verdrängungswettbewerb im Handel noch weiter an“, so Sylwia Lech.

Sylwia Lech, Gewerkschaftssekretärin Fachbereich 12 - Handel
ver.di Bezirk Augsburg

Hubert Thiermeyer, ver.di Leiter Handel – Landesbezirk Bayern

www.handel.bayern.verdi.de