Handel

Betriebsratsvorsitzender von WELTBILD soll gekündigt werden

Betriebsratsmobbing bei Weltbild in Augsburg

Betriebsratsvorsitzender von WELTBILD soll gekündigt werden

Augsburg, 09.07.2018 Die Geschäftsführung der Weltbild GmbH stellt am Arbeitsgericht Augsburg den Antrag auf Ersetzung der Zustimmung des Betriebsrats, um die fristlose Kündigung des Betriebsratsvorsitzenden vollziehen zu können. Zum Hintergrund für dieses undemokratische Vorgehen kommt nach Meinung der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nur das Ablenken von den dramatischen Managementfehlern bei Weltbild und die Einschüchterung der Belegschaft in Frage. Deshalb startet ver.di zusammen mit dem Weltbild Betriebsrat die Kampagne „Finger weg von unserem Betriebsrat!“.

Schmutzige Tricks der Geschäftsführung um den Betriebsrat loszuwerden
„Es ist typisch, was hier die Geschäftsführung von Weltbild vorhat. Um die planlosen Strategien des Gesellschafters, Herr Dröge aus Düsseldorf, gegen jede Vernunft und den Willen der Belegschaft durchzusetzen will man den Betriebsratsvorsitzenden auf ganz schäbige Art und Weise aus dem Unternehmen entsorgen. Mit schmutzigen Tricks und ehrverletzenden Behauptungen will man den starken und beschäftigtenorientierten Betriebsrat einschüchtern und schwächen. Die Geschäftsführung will so Angst und Verunsicherung im Unternehmen schüren um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken und weiter die Arbeitnehmerrechte massiv einzuschränken“, erklärt der zuständige ver.di Sekretär, Thomas Gürlebeck.

„Der Vorwurf an den Betriebsratsvorsitzenden er habe aktiv zu Straftaten angestiftet ist skandalös und sucht seines Gleichen. Wir werden uns das nicht bieten lassen. Ab heute werden wir mit einer Postkartenaktion, die direkt an den Geschäftsführer Herr Sailer gerichtet ist die Kampagne „Finger weg von unserem Betriebsrat starten. Wir werden die Kundinnen und Kunden von Weltbild informieren wie mit Arbeitnehmerrechten und insbesondere mit Betriebsräten bei Weltbild umgegangen wird. Die Weltbild Geschäftsführung und der Gesellschafter Herr Dröge sind gut beraten, wenn sie diese Sauerei stoppen,“ ergänzt Gürlebeck.

Belegschaft zeigt sich auf Betriebsversammlung empört und solidarisch
Die Weltbild Beschäftigten wurden am 9.7.2018 auf einer kurzfristig einberufen Betriebsversammlung über das Vorgehen der Geschäftsleitung informiert. Mit großer Empörung reagierten die Kolleginnen und Kollegen auf die Vorgänge gegen den Betriebsrat. In einer spontanen Unterschriftenaktion gegen diese Vorgänge zeigten sich die Beschäftigten solidarisch mit dem Betriebsrat und erklärten, sich an weiteren Aktion zu beteiligen.

Weitere Informationen zu Weltbild unter www.weltbild-verdi.de