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Beschäftigte von Engelhardt Etikett waren im Warnstreik

Tarifrunde Papier-, Pappe und Kunststoffe verarbeiteten Industrie

Beschäftigte von Engelhardt Etikett waren im Warnstreik

Warnstreik Engelhardt Etikett Nördlingen 11.12.2018 ver.di Augsburg Warnstreik Engelhardt Etikett Nördlingen 11.12.2018

Die Gewerkschaft ver.di hatte die Beschäftigten bei Engelhardt Etikett in Nördlingen am 11. Dezember 2018 zum Warnstreik aufgerufen. Vor der 3. Verhandlungsrunde der Lohn- und
Gehaltstarifverhandlungen in der Papier-, Pappe- und Kunststoffe verarbeitenden Industrie legten die Beschäftigten der Frühschicht die Arbeit zwischen 11 Uhr und 13 Uhr nieder.

Ver.di fordert für die Beschäftigten Einkommenserhöhungen bzw. eine Anhebung der Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent für eine Laufzeit von 12 Monaten, sowie eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen von 90 Euro.

In der zweiten Verhandlungsrunde legten die Arbeitgeber der Branche folgendes Angebot vor:

  • Erhöhung der Löhne um 2,1 Prozent zum 1. April 2019 (beinhaltet 5 Nullmonate)
  • Erhöhung der Löhne um weitere 1,9 Prozent zum 1. April 2020, Laufzeit 29 Monate
  • Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 90 Euro
  • betriebliche Öffnungsklauseln im Tarifvertrag, um von Lohnerhöhungen betrieblich abweichen zu können

Wertschätzung für die Beschäftigten sieht anders aus!
Die ver.di Verhandlungskommission hat dieses Angebot als unzureichend zurückgewiesen. Das Lohnangebot liegt weit weg von den Tarifabschlüssen anderer Branchen. Die Leistungen der Beschäftigten
wird damit in keiner Weise gewürdigt – das können wir so nicht akzeptieren, so ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke.

Die Beschäftigten in der Papierverarbeitung leisten gute Arbeit. Sie zeigen vollen Einsatz unter einer Zunahme von Arbeitsverdichtung und Leistungsdruck. Die Arbeitgeber der Papierverarbeitung zeigen sich wieder einmal extrem knausrig. Wir als ver.di wollen stattdessen, dass die Arbeitsplätze in der Papierverarbeitung attraktiv bleiben – das geht nur mit guten Löhnen, so ver.di-Sekretär Rudi Kleiber.

Die Verhandlungen werden am 13. Dezember 2018 fortgesetzt.

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