Medien, Kunst und Kultur, Druck und Papier, industrielle Dienste und Produktion

Erste Verhandlungsrunde endet ergebnislos: Arbeitgeber reden …

Tarifverhandlungen Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitende Industrie

Erste Verhandlungsrunde endet ergebnislos: Arbeitgeber reden die Papierverarbeitung schlecht!

Am 10. Oktober 2018 fand die erste Verhandlungsrunde der Tarifverhandlungen über höhere Löhne, Gehälter und Ausbildungsver-gütungen für die rund 100.000 Beschäftigten der Papier, Pappe und Kunststoffe verarbeitenden Industrie statt. Trotz - wie sie selbst zugegeben haben - voller Auftragsbücher waren die Arbeitgeber nicht bereit uns ein Angebot zu machen. Sie weisen unserer Forderung als völlig überhöht zurück.

Die Wirtschaft in Deutschland wächst seit Jahren. Für 2019 ist weiteres Wirtschaftswachstum prognostiziert. Die Branchendaten in der PPKV sehen ebenfalls gut aus. Die Kolleginnen und Kollegen bringen volle Leistung in den Betrieben, vielfach werden Überstunden angeordnet und der Arbeitsdruck steigt, deshalb sind sie es wert an der guten allgemeinen Lohnentwicklung in Deutschland teilzuhaben. Aus diesem Grund ist unsere Forderung nach 6% mehr Lohn und Gehalt und eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um einen monatlichen Festbetrag von 90 Euro sinnvoll und notwendig.

„Der Verhandlungsort, das Hotel Titanic in Berlin, hat scheinbar auf die Vertreter der Arbeitgeberseite abgefärbt!“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Frank Werneke. „Sie haben die Branche schlecht geredet, als sei sie kurz vor dem Untergang, so wie die berühmte Namensgeberin des Hotels! Die Arbeitgeber der Papierverarbeitung zeigen keine ausreichende Wertschätzung gegenüber ihren Beschäftigten und wollen offenbar einen schlechten Lohnabschluss durchsetzen!“, so Werneke weiter.

Die nächste Verhandlungsrunde findet am 20. November in Berlin statt.

Jetzt die Tarifforderungen unterstützen und Mitglied werden!

Starke Gewerkschaft – starke Tarifverträge!