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Ergebnislose Gespräche - Tarifkommission berät weiteres Vorgehen

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Ergebnislose Gespräche - Tarifkommission berät weiteres Vorgehen

Am 18. Oktober fand eine weitere Verhandlung mit dem HPV statt. ver.di unterbreitete einen Einigungsvorschlag für die Umsetzung des gesetzlichen Anspruchs auf einen Arbeitgeberbeitrag zur be-trieblichen Altersvorsorge und die weiteren Verhandlungen:
Gesetzlich sind die Arbeitgeber nach Auffassung von ver.di verpflichtet für eingesparte Sozialversicherungsbeiträge einen Arbeitgeberbeitrag von 15 Prozent für Altersvorsorge-Neuverträge ab 1.1.2019 und für Altverträge ab 1.1.2022 zu zahlen. Da der HPV sich zu dieser Rechtsposition bisher nicht verbindlich geäußert hat, fordert ver.di nun tarifvertragliche Regelungen für die Umsetzung des gesetzlichen Anspruches und einer betrieblichen Altersvorsorge.

ver.di hat vorgeschlagen, dass die Unternehmen ab 1.1.2020 an alle Beschäftigten mit einem Altersvorsorgevertrag im Wege einer Entgeltumwandlung vier Jahre lang 12 Prozent auf das umgewandelte Entgelt zahlen – unabhängig davon, ob es sich um Neu- oder Altverträge handelt. Ab dem 1.1.2024 sollen dann 15 Prozent für alle gezahlt werden. Die ver.di-Forderung nach einem weiteren Arbeitgeberbeitrag von 100 Euro pro Beschäftigten und Monat soll gleichzeitig aufrechterhalten und im Zusammenhang mit den Gesprächen über den MTV verhandelt werden. Zu diesem Vorschlag will sich der HPV erst nach einer Sitzung seines Sozialpolitischen Ausschusses Ende November äußern.

ver.di wird nun den Verhandlungsstand zu den Themen Umsetzung Betriebsrentenstärkungsgesetz, Altersvorsorge und den Stand der Gespräche zum MTV in einer Sitzung der Tarifkommission am 7.11.2019 bewerten und das weitere Vorgehen beschließen.

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 ver.di Bundesvorstand, Fachbereich Medien, Kunst und Industrie, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin